1950: Irgendwann Ende des Jahres ist in Frankfurt der Film Duell in den Bergen mit Luis Trenker und Marianne Hold zu sehen. Die blutjunge Hold spielt ihre erste große Rolle; es ist ein Bergdrama rund um das Dolomiten-Dorf Valleverde. Zwei Zollbeamte werden dabei von Schmugglern erschossen. Ein Bergsteiger, der schon mit den üblen Gesellen zu tun hatte, wird „umgedreht” und soll nun helfen, die bösen Buben zu schnappen – und deshalb kommt es hoch oben in den Dolomiten zum entscheidenden, letzten Kampf…
Es ist nicht der einzige Film, der in den Fünfziger Jahren in Südtirol spielt. Luis Trenker, der aus dem Grödnertal stammt, dreht später noch Flucht in die Dolomiten und Wetterleuchten um Maria, aber damit ist es fast schon getan. Eigentlich ist es merkwürdig. Heimatfilme gibt es wie Sand am Meer, die Kinos quellen förmlich über vom Schmalz, aber fast alles spielt sich in Deutschland ab – und da in erster Linie von den Alpen bis hin zur Holledau; auch der Bodensee und die Lüneburger Heide sind gelegentlich Schauplatz solcher Schnulzen; auch in Österreich und der Schweiz gibt es nur wenige Flecken, die nicht für diese modernen Märchenerzählungen herhalten müssen. Nur Südtirol spielt als filmischer Hintergrund eine eher untergeordnete Rolle, obwohl die Landschaft wie geschaffen dafür ist, Berg- und Taldramen zu inszenieren.
Doch wahrscheinlich ist die unruhige politische Situation Ende der 50er und Anfang der 60er Jahre Jahre dafür ausschlaggebend, dass sich kaum ein Filmemacher in das Land an der Etsch traut. Der so genannte „Befreiungsausschuss Südtirol (BAS)” agiert zu dieser Zeit mit Bombenanschlägen gegen die extrem starke Italianisierung des Landes, es kommt zu Verhaftungen und Verurteilungen der Rädelsführer; doch heutzutage böte sich die einst zerrissene, seit 1972 aber autonom gewordene Provinz zwischen Etsch und Dolomiten geradezu als Kulisse für so manches Bergdrama oder hübsches Lustspiel an. Aber seit Trenker nicht mehr den knorrigen Bergführer mimen kann, sind es fast nur noch Fernseh-Dokumentarfilme, die dem Zuschauer das schöne Stück Erde näher zu bringen versuchen und es mit Lobpreisungen überschütten. Schöne Bilder sind schließlich gefragt. Auch deutsche Finanzierungsmodelle dürften eine Rolle spielen.
Doch wer kennt nicht den griffigen Slogan vom Goldenen Oktober, von den viele Sonnenstunden, bei denen den Filmemachern das Wasser im Munde zusammenlaufen müsste. Die Zeit von September bis Anfang November, wenn Äpfel und Trauben geerntet werden, böten manchen bildlichen Hochgenuss. In dieser Zeit ist das Meraner Becken in ein prächtiges Farbenmeer getaucht, und Feste aller Art könnten eine herrliche Staffage abgeben.
Das Meraner Traubenfest lockt die Kameras im Oktober mit einem großen Umzug auf Kurpromenade und in der Altstadt; auch das „International Wine Festival & Culinaria” verheisst Verlockendes. Unter dem Motto „Ars et Vinum” wird dabei im historischen Weinkeller der Algunder Kellerei der neue Weinjahrgang vorgestellt, zugleich beginnt im nahe gelegenen Dorf Tirol das so genannte VinoCulti-Fest. Die Kastanienwochen in Völlan und Tisens bei Lana runden die schmackhaften Tage ab.
Überall wird „getörggelt” (Kastanien, Speck, Rotwein gekostet), Ende Oktober und November sorgen die Rieslingtage im Vinschgauer Naturns für den spätherbstlichen, geschmacklichen Hochgenuss, aber auch am Kalterer See in der Nähe der Landeshauptstadt Bozen, wo ein täglicher Obstmarkt die Besucher und Einheimischen erfreut, gibt es zahlreiche Veranstaltungen und Feste, welche die Herzen der Touristen erfreuen. Aber auch die wechselvolle Geschichte des Landes bietet einiges an Themen.
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Duell in den Bergen (Illustrierte Filmbühne Nr. 928) ist ein italienischer SW-Film aus dem Jahr 1950. Die Regie führt Luis Trenker, die Darsteller sind Amedo Nazzari (als zwielichtiger Major Mauri), Luis Trenker (als Bergsteiger Stefano Hassler), Marianne Hold (als Hasslers Nichte Sandra). Iim Späthernst 1950 in einem Frankfurter Innenstadt-Kino (?) gespielt.
(Autor: © ERICH STÖR)

Seit 2010 gibt es den Kinofilm Bergblut, der eine Liebesgeschichte rund um den Volkshelden Andreas Hofer und den Tiroler Volksaufstand gegen Napoleon erzählt. Der Streifen wurde überwiegend in Bayern und Südtirol gedreht. Die Szenen in Südtirol spielen an der Pfandleralm, wo sich Hofer bis zum Verrat versteckt hatte, oder an seinem Gasthof Sandwirt. Zentrum des Films ist das sich nördlich von Meran erstreckende Passeiertal.