Sensation in San Remo

Illustrierte Filmbühne Nr. 1220 (E. S.) – Die in der Bundesrepublik der Fünfziger Jahre typische Lustspiel-Geschichte ist schnell erzählt. Weil der leicht vertrottelte, aber durchaus ehrenwerte Professor Feldmann (Ewald Balser) auf hohen Hypothekenschulden sitzt, arbeitet Töchterlein Cornelia (Marika Rökk) – im Brotberuf noch Gymnastiklehrerin -, unter den Inkognito-Namen „Corrie Walden” als Tänzerin in einem Nachtklub…

San RemoCornelia tut das einerseits, um den Papa finanziell zu entlasten, andererseits aber auch, um sich ihre heimlichen Träume von einem großen Leben als Bühnenstar zu erfüllen. Weil der Zeitgeist in der Bundesrepublik im Jahre 1951 – die Moral ist fünf Jahre nach Kriegsende höchst prüde und zudem verklemmt – die Arbeit in einem Nachklub von vielen Menschen als höchst bedenklich angesehen wird, ergeben sich aus der verzwickten Situation für „Corrie Walden” natürlich allerlei Komplikationen. So ist es auch nicht schwer zu erraten, dass die „unmoralische” Verhaltensweise des Professoren-Töchterleins ein längeres Versteckspiel mit Verwirrungen und diversen menschlichen Enttäuschungen nach sich zieht. Doch wie nicht anders zu erwarten, winkt bald das Glück am Bühnenhimmel. Cornelias Doppelleben findet ein Ende, ihr baldiger Ruhm als Tänzerin ist nur noch reine Formsache, und die längst aufgeflammte Liebe zwischen ihr und dem komponierenden Kapellmeister Robert Valenta (Peter Pasetti) kommt zu einem glücklichen Ende. Sensation in San Remo weiterlesen

Johannes und die 13 Schönheitsköniginnen

Illustrierte Filmbühne Nr 1215 (E. S.) – Mit großem Rummel erlebt der Film Johannes und die 13 Schönheitsköniginnen Ende September 1951 im Frankfurter Turmpalast seine Uraufführung. Der Herzog-Filmverleih scheut in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bundesbahn weder Kosten und Mühen, um dem Publikum die Hauptdarsteller (und unter anderen auch Miss Germany, Miss Baden und Miss Westberlin) zu präsentieren.

JohannesbraunHöhepunkt ist die Ankunft eines Sonderzuges am Hauptbahnhof, und die Zahl 13 aus dem Filmtitel wird genutzt, um die Sache noch werbewirksamer zu machen. Denn der Zug läuft genau um 13.13 Uhr auf Gleis 13 ein, später steht der Zug noch einmal auf Gleis 1 des Frankfurter Südbahnhofs. Von 17.23 bis 18.13 Uhr werden hier nochmals Autogramme verteilt. Mit von der Partie sind der überaus gestresst wirkende Rudolf Prack, eine Grethe Weiser in bester Laune – sie reitet sogar auf einem Esel durch die Sperre an Gleis 13 –, Hans Richter und Kurt Pratsch-Kaufmann. Der Bahnhof ist überfüllt mit Autogrammjägern und „Seh-Leuten”, die einen Blick auf ihre Leinwand-Lieblinge erhaschen wollen. Am Bahnsteig herrscht dichtes, fast gefährliches Getümmel, halb Frankfurt scheint an diesem sonnigen Donnerstagnachmittag auf den Beinen zu sein. Am nächsten Tag berichtet die „Frankfurter Rundschau”:

„Der Bahnhofsvorplatz glich einem Hexenkessel. Eine halbe Stunde lang verhinderte das begeisterte Publikum die Abfahrt des Omnibusses. Es war ein (…) turbulentes Volksfest.”

Am Ende sind die Schauspieler restlos erledigt, denn zwischen all dem Trubel und den Autogrammstunden präsentieren sich auch noch bei mehreren Vorstellungen dem Publikum im Turmpalast.

Anfang der Fünfziger Jahre sind Schönheitswettbewerbe der große Hit in der Bundesrepublik Deutschland. Zwar hat es solche Wettbewerbe schon in den 30er Jahren gegeben, aber die Nachkriegszeit – verbunden mit beginnendem wirtschaftlichem Aufschwung –, bringt die Lawine der Miss-Wahlen erst so richtig in’s Rollen. Erster Veranstalter ist eine Modezeitschrift, später tritt „Opal” als Geldgeber auf, sind doch die gleichnamigen „Feinstrumpfwerke” aus Schleswig-Holstein daran interessiert, ihre Beinkleider mittels werbewirksamer Miss-Wahlen an die Frau zu bringen. Jedenfalls solange bis die Firma 1962 Konkurs anmelden muss… Johannes und die 13 Schönheitsköniginnen weiterlesen

Duell in der Manege

Illustrierte Filmbühne Nr. 1209 (E.S.) Im dekorativen neuen Gewand präsentiert sich das Frankfurter Innenstadt-Kino „Roxy”, als am 22. Februar 1952 der MGM-Film „Duell in der Manege“ seine Frankfurter Premiere erlebt. Innerhalb von nur zehn Tagen ist das Lichtspielhaus, das drei Jahre nach dem Kriegsende (am 16. November 1948) seinen Spielbetrieb inmitten von Trümmern aufgenommen hat, modernisiert worden.

AnnieIm Innenraum sorgen neue Hochpolsterstühle in Rot und eine Fußboden-Erhöhung für bequemere Sicht auf die Leinwand. Der Kassenraum im Eingangsbereich besteht aus einer Mischung aus Glas und Metall, insgesamt ein Ambiente, dass der Zeit angemessen ist. Und zur Wiedereröffnung gibt es einen Film, der die Herzen der Stammkunden höher schlagen lässt. Denn dieser farbenprächtige Streifen ist die Verfilmung des großen Broadway-Erfolges „Annie get your Gun” von Irving Berlin. Es ist eine ziemlich freie Schilderung des Lebens der berühmten amerikanischen Kunstschützin Annie Oakley (1860-1926), die im glitzernden Reich der Wildwestschauen mit Buffalo Bill und Häuptling Sitting Bull ihre Schießkünste feilbietet. Cowboys, Indianer und Artisten prägen das bunte Bild der Zirkusnummern, in denen Eifersucht und Ehrgeiz eine große Rolle spielen – und natürlich auch die Liebe. Duell in der Manege weiterlesen

Kind der Donau

Illustrierte Filmbühne Nr.  1113 (E. S.) – Zu den Osterfeiertagen 1951 läuft im Turmpalast die Frankfurter Erstaufführung des österreichischen Musikfilms „Kind der Donau“ mit Marika Rökk an. Es ist ein ganz und gar auf den den Charme und die ungarisch-wienerische Herzlichkeit der Hauptdarstellerin ausgerichteter Unterhaltungsfilm.

Kind der Donau-neuDer eher dürftige Streifen mit dünnem Handlungsfaden fällt freilich durch einige Besonderheiten auf: Es ist Österreichs erster Farbfilm überhaupt, einige Szenen des Films stammen zudem aus Material, das bereits 1944 aufgenommen worden ist. Die Uraufführung findet überraschend zuallererst in der DDR statt (4. August 1950 in Berlin), noch zwei Wochen vor der Premiere in Österreich (Wien). Letzteres ist wohl der Tatsache geschuldet, dass die Finanzierung des Films – wie auch die einiger anderer – erst durch großzügige Kredite der unter sowjetischer Kontrolle arbeitenden Rosenhügel-Ateliergesellschaft ermöglicht wird. Ein Umstand, der dann auch dazu führt, dass der Streifen in der Bundesrepublik trotz seiner Harmlosigkeit nicht gerade wohlwollend aufgenommen wird.
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Neptuns Tochter

Illustrierte Filmbühne Nr. 1050 (E. S.) – Esther Williams, die Badende Venus von 1944, und immer noch Allzweckwaffe von Metro-Goldwyn-Mayer in diversen musikalischen Revuefilmen mit azurblau-grünen Wasserbecken. Auch in Neptuns Tochter plantscht sie, die sich selbst nicht gerade für eine begabte Darstellerin hält, ebenso lustig wie konsequent durch erleuchtete Gewässer. Das jedenfalls kann sie gut und begleitet wird sie dabei meist von rhythmischen Klängen der Xavier-Cugat-Band.

Neptuns TochterAls junges Mädchen war Esther Williams eine erfolgreiche Schwimmerin, hatte sich bereits für die Olympischen Spiele 1940 in Tokio qualifiziert, doch weil dieses Sportereignis  dem Krieg zum Opfer fiel, tingelte sie mit einer Wasserrevue durch die USA – zusammen mit „Tarzan” Johnny Weissmüller –, ehe sie 1942 von MGM für den Film entdeckt wird. Neptuns Tochter ist einer jener Filme, die von Hollywoods Superstudio nach immer gleichem Strickmustern hergestellt werden: es ist harmlose, aber durchweg sehr charmant präsentierte Unterhaltung. Der Film glänzt sogar mit einem Oscar, den der Komponist Frank Loesser für seinen Song „Baby It’s Cold Outside“ erhalten hat.

Der Film startet in Frankfurt im Turmpalast, und er wirkt auf mich einerseits wie ein Abklatsch von „Badende Venus”, auf der anderen Seite scheint der Streifen Esther Williams selbst zur weiteren beruflichen Laufbahn im wirklichen Leben inspiriert zu haben. Sie spielt eine Designerin von Bademoden, was der Schwimmstar später tatsächlich erfolgreich umsetzt. Die überaus muntere, musikalische Komödie ist außerdem garniert mit sehenswerten Auftritten eines Wasserballetts und einer Vielzahl geradezu grotesker Gags von Red Skelton. Neptuns Tochter weiterlesen

Auf einer Insel mit Dir

Illustrierte Filmbühne Nr. 1038  und Neues Filmprogramm (E. S.). – Wir haben Esther Williams als die „Badende Venus” erlebt, wir haben sie in „Flitterwochen zu dritt” beobachtet, sie ist uns als Stierkämpferin in „Mexikanische Nächte” begegnet – und nun ist die hübsche Schwimmerin also schon wieder als Wassernixe in dem bunten Streifen Auf einer Insel mit Dir zu sehen… Die üblichen Zutaten, die solche Filme interessant machen, sind ein Wasserballett, Xavier Cugats swingende Jazzmusik und eine fast unvermeidliche Liebesromanze natürlich…

Auf einer Insel mit DirEs ist ganz schön heiss in diesem Sommer in Frankfurt. In der Innenstadt werden am 31. Juli 1951 über 32 Grad im Schatten gemessen. Grund genug, um sich vielleicht beim Betrachten filmischer Wasserszenen wenigstens innerlich ein wenig abzukühlen. Im großen Kino am Eschenheimer Turm wird  an diesem Tag der MGM-Film Auf einer Insel mit Dir gezeigt. Die Abendvorstellung ist gut besucht, es hat ein wenig abgekühlt, und auf der Leinwand erwartet uns ein junger Marineoffizier namens Kingslee (Peter Lawford), der als Sachverständiger für eine Filmproduktion engagiert worden ist und sich umgehend in Rosalind Rennolds (Esther Williams), den Star des zu drehenden Musicals, verliebt. Um sie für sich alleine zu haben „entführt“ Kingslee die Schauspielerin auf eine einsame Insel. Das bringt nicht nur reichlich Probleme für die Dreharbeiten mit sich, sondern verärgert auch Ricardo Montez (Ricardo Montalban), den Verlobten des Stars. Auf einer Insel mit Dir weiterlesen

Es tanzt die Göttin

Illustrierte Filmbühne Nr. 1033 (E. S.) Weihnachten 1950. Das ganze Bundesgebiet wird an Heiligabend fast gänzlich von einer Schneedecke eingehüllt; Bundeskanzler Adenauer erklärt in der Weihnachtsansprache, die Erhaltung des Friedens sei das oberste Ziel der Regierung; am ersten Feiertag besiegt der amerikanische Boxer „Sugar” Ray Robinson im Haus der Technik (Halle 3) auf dem Messegelände in Frankfurt den 22 Jahre alten Hans Stretz durch K. o. in der 5. Runde – alles schön und gut, aber wir wollen hier von Rita Hayworth reden, denn schließlich: Es tanzt die Göttin

„Die Hayworth” ist der Tanz- und Revuestar der Vierziger Jahre und als der Film im 1500 Zuschauer fassenden Filmpalast von Willy Colm in der Nähe der Konstablerwache in Frankfurt am 21. Dezember 1950 für Deutschland uraufgeführt wird, sind die Weihnachtstage gerettet. Sowohl für das Publikum als auch für den Betreiber. Das prächtige Theater in der Großen Friedberger Strasse 26-28 – an diesem traditionsreichen Ort wurden schon seit 1929 in den Vorläufer-Kinos Roxy und Pali Filme gezeigt – ist von August Reichard nach den Kriegszerstörungen wieder aufgebaut und an den Stuttgarter Willy Colm verpachtet worden. Der riesige Saal mit Rängen und Logen bietet 1500 Menschen Platz. Nach offiziellen Angaben von Colm besuchen im Jahr 1950 zwar sage und schreibe 1.033.981 Menschen das Kino, was allerdings nur einer Auslastung von etwa 37 Prozent entspricht, und bei täglich fünf Vorstellungen – was die Regel ist –, ist es von Anfang an schwierig, die notwendigen Einnahmen zu generieren.

Insbesondere am Mittag und Nachmittag verlieren sich oft nur wenige Zuschauer in dem weitläufigen Raum. An Sonntagen und Feiertagen sieht das natürlich weit besser aus, und als dann der Film Es tanzt die Göttin läuft, ist das Kino bestens gefüllt. Das ist nicht erstaunlich, denn erstens sind die Weihnachtstage zu dieser Zeit immer (noch) ein lukratives Geschäft für die Kinobetreiber, und zweitens locken hier zwei Topstars. Die Hayworth ist schon der große Star, Gene Kelly schafft mit diesem Film seinen endgültigen Durchbruch. Es tanzt die Göttin weiterlesen

Die verschleierte Maja

Das Neue Filmprogramm (E. S.) – Der bewährte Zelluloid-Schuster Geza von Cziffra hat in den Nachkriegsjahren reichlich zu tun. Seine Spezialität sind musikalische Revue- oder Unterhaltungsfilme. Nachdem er bei der Hamburger Real-Film erst „Gabriela“ und danach sogleich „Die Dritte von rechts“  heruntergekurbelt hat, inszeniert er für die Pontus-Film Die verschleierte Maja. Cziffras Rezept ist einfach: Inhaltlich belanglose Geschichten, angereichert mit flotter Musik und tanzenden Frauen.

Die verschleierte-MajaGleichwohl rankt sich um Die verschleierte Maja ein politischer Skandal allererstes Ranges. Ursprünglich will nämlich die Hamburger Real-Film diesen Film produzieren; doch eine politische Intrige macht das unmöglich. Innenminister Robert Lehr ist in diese übers traurige Geschichte verwickelt. Deutsche  Filmproduzenten beantragen in der Regel so genannte Bundesbürgschaften, um gegen eventuell auftretende finanzielle Verluste gewappnet zu sein. Die finanziellen Zusagen des Bundes sollen dazu dienen, die filmkulturelle Entwicklung in Deutschland anzuschieben, sie werden – wie am Fall des Real-Chefs Walter Koppel zu sehen ist – von der Adenauer-Regierung jedoch als politisches Druckmittel missbraucht. Der Jude Walter Koppel wird 1951 denunziert, weil er von 1947 bis 1949 Mitglied der Kommunisten Partei Deutschlands (KPD) war und demzufolge – so der Vorwurf, „nicht würdig” ist, eine Bürgschaft zu erhalten.

Obwohl Koppel erklärt, dass seine KP-Mitgliedschaft eine Reaktion darauf war, dass seine Eltern von der Gestapo umgebracht worden sind, und er selbst jahrelang in Konzentrationslagern verbracht hat, bleibt Bonn unnachgiebig. Ähnlich wie bei McCarthy, dessen Ausschuss Filmschaffende der USA wegen angeblicher „unamerikanischer Umtriebe” verfolgt, wird Koppel in Bonn  vor einem Ausschuss gezerrt und erhält tatsächlich keine Bürgschaften für seine Filme. Die verschleierte Maja weiterlesen

Und Du mein Schatz fährst mit…

Illustrierte Filmbühne Nr. 891 (E. S.) – Ende der Vierziger, Anfang der Fünfziger Jahre schwappen derart viel Filme in die deutschen Kinos, dass sich die Branche ernsthaft Sorgen über ihre weitere Existenz zu machen beginnt. Alleine 1949 werden schon 56 Filme in Westdeutschland hergestellt, bei der DEFA in Ostberlin sind es zwölf – aber die vielen ausländischen Verleiher werfen das Drei- bis Vierfache auf den Markt. 

SchatzDas ist ein Überangebot, dass für die Kinobesitzer nicht leicht zu verkraften ist. Denn selbst bei zweimaligem Wechsel des Programms  in einer Woche können sie  maximal 104 Filme abspielen. Und die Praxis sieht auch in den Großstädten ganz anders aus, weil natürlich die sehr erfolgreichen Filme vertragsgemäß verlängert werden müssen. Deshalb verzögert sich zum z.B. in Frankfurt am Main der Start des Film „Das doppelte Lottchen“ um zwei Wochen, weil der vorherige Streifen um satte zwei Wochen prolongiert wird. Bei derart schwierigen Verhältnissen ist es dann schon sehr erstaunlich, dass auch immer wieder Uralt-Schinken im Angebot sind, wie zum Beispiel der alte Musik- und Revuefilm Und du mein Schatz fährst mit… 

Immerhin stammt der Ufa-Film schon aus dem Jahr 1936 und gilt schon zu dieser Zeit nicht gerade als ein Ausbund von Witz und Charme, obwohl einige Schlager aufgelegt werden. Der von Rökk-Ehemann Georg Jakoby vorgenommene Zuschnitt auf den kommenden Ufa-Star ist nicht gerade förderlich, schon gar nicht 14 Jahre später, als ihm ein kommerzieller Erfolg versagt bleibt. Und Du mein Schatz fährst mit… weiterlesen

Die Dritte von rechts

Illustrierte Filmbühne Nr. 678, DNF Nr. 44  (E. S.) – Wenn im Film- und Kinogeschäft nach einem gelungenen Produkt die Kassen klingeln, dürstet es die Macher in den Studios, den Erfolg schnellstens zu wiederholen. Und weil im April 1950 der Revuefilm „Gabriela” ein großer finanzieller Erfolg wird, legt die Firma Realfilm in Hamburg nur wenige Monate später schon nach. Zu Weihnachten wird im Frankfurter „Metro im Schwan” Die Dritte von rechts gestartet – ähnlicher Inhalt, gleicher Regisseur (Geza von Chiffra) und zweimal ist der weibliche Neustar Vera Molnar an Bord.

GabrielaBeworben wird die Revue Die Dritte von rechts in den Tageszeitungen der Stadt als „das Weihnachtsgeschenk für alle Filmfreunde” und als der „deutsche Revue-Großfilm”. An dieser Behauptung ist sicher etwas Wahres dran, gleichwohl springt die Real-Film von Walter Koppel hier nur auf den eigenen Zug auf, denn Gabriela mit Zarah Leander in der Hauptrolle hat seit seiner Premiere Anfang des Jahres allerbeste Kasse gemacht. In der Schweiz sind die Einnahmen höher als vom viel besprochenen Melodram „Nachtwache“, in Deutschland kann Gabriela noch nicht einmal vom Thriller „Der dritte Mann“ aus dem Feld geschlagen werden.

Auch im Ausland gibt es volle Kassen. Es ist deutlich zu spüren, dass im Land des Wirtschaftswunders die ersten Knospen sprießen: Für die meisten Bundesbürger jedenfalls sind Augen und Ohren offen für Musik, Tanz und Revue. Die meisten Trümmer sind inzwischen beseitigt, an den Rest des Schutts hat man sich gewöhnt. Die Dritte von rechts weiterlesen