Endstation Mond

Illustrierte Filmbühne Nr. 1161 (E. S.) – Es ist Mitte Juli des Jahres 1951, als einige seltsam aussehende Gestalten den Menschen an der Frankfurter Hauptwache entgegentreten. Die sperrig wirkenden Anzüge sind nicht gerade furchteinflößend, aber die mächtigen, runden Helme erregend die Aufmerksamkeit der Passanten, obwohl Weltraumfahrt bisher kein großes Thema in der Bundesrepublik Deutschland ist.

NeumondDeshalb sind es vor allem Jugendliche und Kinder, die sich für die Männer interessieren, die vom Constantin-Filmverleih auf die Straße geschickt worden sind, um für den im Turmpalast anlaufenden Film Endstation Mond Werbung zu betreiben. Dieser utopische Farbstreifen ist ohne Zweifel ein Propagandafilm des beginnenden Kalten Krieges. „Wer zuerst Besitz vom Mond nimmt”, – und damit eine Raketenabschussbasis besitzt –, „wird die Erde kontrollieren und beherrschen”, lautet die Botschaft, nachdem eine „feindliche Macht” sich ebenfalls um Präsenz auf dem Erdtrabanten bemüht. Die US-Regierung freilich ist einigen gut betuchten Privatleuten zu zögerlich, nachdem ein erster Versuch, den Mond zu erobern, durch Sabotage gescheitert ist. Die wirklich Mächtigen des Landes greifen zur Selbsthilfe. Endstation Mond weiterlesen

Das Ding aus einer anderen Welt

Illustrierter Filmkurier, Wien (E. S.) – Dieser Film ist einer der ersten so genannten Schocker, der im Jahr 1951 in deutschen Kinos (und auch in Frankfurt) zu sehen ist. Erstaufführung in Deutschland und der Mainmetropole ist am 26. Oktober 1951 im Metro im Schwan, das bei seiner Programmgestaltung ansonsten eher auf Unterhaltungsfilme jeder Coleur sowie Melodramen und Monumentalschinken spezialisiert ist. 

Das-DingDie Konjunktur für Filme über Aliens nimmt mit Das Ding aus einer anderen Welt ihren Anfang. Vier Jahre zuvor (am 24. Juni 1947) hat im realen Leben der  amerikanische Pilot Arnold nach seinen eigenen Angaben neun rotierende Flugobjekte gesichtet. Und wenige Tage nach dieser Beobachtung von Arnold stürzen dann in der Nähe von Roswell in New Mexiko einige Metallteile vom Himmel. Obwohl ein US-General namens Ramey erklärt, bei diesen Trümmern handele es sich nur um die Überreste eines Wetterballons, wird ihm keineswegs geglaubt. In dieser Zeit nimmt auch der Kalte Krieg zwischen West und Ost Fahrt auf. Die Stimmung ist gereizt, es wird viel von einer äußeren Bedrohung gesprochen. Kein Wunder, dass Bewohner aus Roswell glauben, Außerirdische seien gelandet.

Die UFO-Legende ist damit jedenfalls geboren und schwappt in nächster Zeit aus den USA auch nach Europa über. Der Film nimmt das viel diskutierte Thema auf und lässt nahe einer Forschungsstation am Nordpol ein Raumschiff abstürzen. Als die Bewohner das Vehikel sprengen, wird eine übergroße, aber ansonsten durchaus menschenähnliche Gestalt entdeckt und in die nahe gelegene Forschungsstation gebracht. Als das Eis rund herum zu schmelzen beginnt, befreit sich das Ding und macht Jagd auf die Menschen in der Station. Das Ding aus einer anderen Welt weiterlesen