Rio Grande

Illustrierte Filmbühne Nr. 1201. (E. S.) – Der Western-Klassiker Rio Grande wird Ende September 1951 in verschiedenen deutschen Städten, darunter im Frankfurter Eden im Ostend, für die Bundesrepublik erstaufgeführt. Im Mittelpunkt des Geschehens steht Colonel Kirby Yorke (John Wayne).

Rio Grande grünDieser Streifen, angesiedelt am gleichnamigen Grenzfluss zwischen den Vereinigten Staaten und Mexiko, ist allerdings nicht nur ein Western der üblichen Sorte mit Knallerei und wilden Reiterjagden, sondern ein Kriegsfilm, in dem die US-Truppen einen erbarmungslosen Kampf gegen die indianischen Ureinwohner des Landes führen. Und der Film wird – wie allgemein üblich in US-Filmen (Ausnahmen bestätigen die Regel) – nicht aus der Sicht der Indianer erzählt, sondern aus dem Blickwinkel der Land-Eroberer; voll gestopft mit edlem „Patriotismus”. Wer den Streifen mit vielen Jahrzehnten Abstand im Jahr 2015 noch einmal sieht, erkennt in der erzählten Geschichte aus 1879 jenes System, das die Voraussetzungen für die politisch-militärischen Verhaltensweisen legte, die auch heute noch von den USA „gepflegt” werden – allerdings nicht mehr nur lokal auf dem Boden der USA, sondern weltweit. Eingebettet wird das Ganze in eine Familiengeschichte mit lange anhaltenden Zerwürfnissen, die sich aber in Luft auflösen, als die angreifenden – und natürlich bösen Apachen – von den guten Weißen besiegt werden. Wie könnte es anders sein? Es ist ein durch und durch amerikanischer Film. Rio Grande weiterlesen

Tal der Leidenschaften

Illustrierte Filmbühne Nr. 1139 (E. S.) – Bürgerkriege haben ihre ganz eigenen Gesetze wie jedermann aus der Geschichte weiß. In Korea tobt in den Jahren zwischen 1950 und 1953 ein schlimmes Gemetzel zwischen dem Norden und den Süden. Schon früher gab es diese unheilvollen Auseinandersetzungen, die eingebrannt sind in das Gedächtnis der Menschheit. Zur Zeit des Koreakrieges läuft in Deutschland der Film Das Tal der Leidenschaften, der sich mit dem amerikanischen Bürgerkrieg beschäftigt.

Titelblatt der Filmbühne (© Filmverlag Unucka)

Erstmals ist dieser groß angelegte US-Film am 24. April 1951 im Frankfurter Metro im Schwan zu sehen und er vermittelt dem Zuschauer Ausschnitte aus der amerikanischen Geschichte. Dabei werden sowohl politische als auch private Geschehnisse lebendig gemacht. Alles spielt während der Präsidentschaft von Abraham Lincoln um 1861, zu einer Zeit also, als der Abfall der Südstaaten zum Ausbruch dieses unbarmherzig geführten Bürgerkriegs in den Vereinigten Staaten führt. Ganz eng verknüpft mit den vielfältigen kriegerischen Ereignissen ist das Geschick der Familie Dabney, die das wilde und fruchtbare Lebanon-Tal im Süden des Staates Mississippi in jahrelanger Arbeit kultiviert hat und nun mitsamt ihrer großen Plantage in den Strudel des Bürgerkriegs hineingerissen wird. Tal der Leidenschaften weiterlesen

Flammendes Tal

Illustrierte Filmbühne Nr. 1099 (E. S.) – In den Scala-Lichtspielen in der Frankfurter Innenstadt läuft im Sommer 1951 der Western „Flammendes Tal“ an – keine außergewöhnlich erwähnenswerte Sache, denn in diesem Technicolor-Streifen der Paramount werden die Zutaten der Wildwest-Geschichte nur auf die übliche Weise zusammengebraut, ohne jedoch nachhaltigen Eindruck zu hinterlassen.

Es sind ehemalige Soldaten des amerikanischen Bürgerkriegs, die nach Ende der Kampfhandlungen als Farmer arbeiten. Als auf ihrem Grundstück Kupfer gefunden wird, werden sie von kriminellen Geschäftsleuten aus der Stadt und dem windige Sheriff Lane Travis (McDonald Carey) auf übelste Art und Weise über den Tisch gezogen. Erst als der Revolverheld und Kunstschütze Johnny Carter (Ray Milland) den gebeutelten Schürfern auf die Sprünge hilft und sie sich mit seiner Hilfe zur Wehr setzen, müssen die Lumpen klein beigeben. Vorher freilich kommt es im Tal zu einer wilder Reiterschlacht unter den verfeindeten Gruppen, und danach versteht es sich von selbst, dass nicht nur die Guten gewinnen, sondern der auf der „richtigen” Seite kämpfende Carter und das schwarzhaarig-gelockte Tanzmädchen Lisa (Hedy Lamarr) – ihr Herz hatte zuvor noch einem der üblen Gesellen gehört –, sich selig den Armen liegen. Flammendes Tal weiterlesen

Panik am Roten Fluss

Illustrierte Filmbühne Nr. 1068 (E. S.) – Knorrige, hartgesottene Menschen, meist karg im Reden, rasch im Handeln – das sind die Charaktere dieser Geschichte. Gefühle äussern sie meist nur in Blicken und dürren Gesten. Das Land dagegen atmet, der Staub der Prärie blendet die Augen, der Geruch der riesigen Rinderherde liegt über der Steppe, die rasende Flucht der Tiere reisst förmlich hinein in einen schier unentrinnbaren Strudel von Leidenschaft und Erbarmungslosigkeit. Das ist ein Stoff wie gemalt für einen Regisseur wie Howard Hawks, der den Film Panik am Roten Fluss in epischen, aber auch spröden Bildern dokumentiert.

Red RiverDieser ursprüngliche Western wird von Hawks nach einer Geschichte von Borden Chase erzählt. Sie ist unter dem Titel „The Chisholm Trail” in der „Saturday Evening Post” erschienen und hat einen historischen Bezug zu einem berühmten Rinderweg in den USA. Dieser „Chisholm Trail” ist ein Herdenweg, der hauptsächlich in den Jahren zwischen 1867 und 1887 benutzt wird, um Rinder aus dem Süden von Texas zum Verladebahnhof in Abilene in Kansas zu treiben, wo die Tiere dann mit der „Kansas Pacific Railway” in die Schlachthöfe des Osten  transportiert werden. Die Strecke – immerhin rund 500 Meilen (800 Kilometer) lang –, ist nach dem Geschäftsmann Jesse Chisholm benannt, der schon vor Beginn des Bürgerkrieges entlang dieser Route eine Reihe von Post- und Handelsstationen eingerichtet hat.

Sie werden bald zu wichtigen Stützpunkte in den schönen, aber auch trostlosen Landschaften des Westens, vor allem, als es zum mörderischen Rindertreiben kommt. Diese Trecks sind vor allem dem Krieg zwischen den Nordstaaten und den Konföderierten geschuldet, denn über Jahre hinweg können die Rinder des konföderierten Texas nicht mehr in den Norden geliefert werden. Panik am Roten Fluss weiterlesen

Winchester 73

Illustrierte Filmbühne Nr. 1060 (E. S.) In den Frankfurter Kinos Roxy und Eden läuft am 13. April 1951 gleichzeitig der Film Winchester 73 an, der diesem berühmt gewordenen Gewehr ein filmisches Denkmal setzt. Dabei hat Regisseur Anthony Mann mit den Darstellern James Stewart, Shelley Winters, Dan Duryea, Stephan Mc Nally, Rock Hudson und Tony Curtis (die beiden Letztgenannten in frühen Filmen zu sehen) einen spannenden, aktionsreichen Western geschaffen.

Winchester 73Der Regisseur vermeidet dabei jedes ziellose Herumballern und Herumreiten. Blicke, Töne und die Gestik der Beteiligten schaffen vielmehr eine insgesamt ruhige Atmosphäre, was insofern von Bedeutung ist, als die meisten Amerikaner seit je her einen fast krankhaften Drang und Hang zu Waffen haben, und auch ihr Schießeisen oft locker genug sitzt. Das liegt weitgehend in der Geschichte des Landes begründet, in der die gnadenlose Eroberung des Territoriums gegen die Urbevölkerung eine zentrale Rolle spielt. Ob Indianer oder Gangster, ob privater Rachefeldzug oder kriegerische Auseinandersetzung wie im Bürgerkrieg: Revolver und Gewehre sind stets als Handwerkszeug der Gewalt parat. Insofern kommt es auch nicht von ungefähr, dass der legendär gewordene Revolver von Samuel Colt, das Henry-Gewehr und die Winchester aus der Geschichte der USA nicht wegzudenken sind. Die Winchester 73 ist in dieser Zeit wegen ihrer Zuverlässigkeit und Präzision überaus begehrt. Sie ist teuer (100 Dollar gegenüber 40 Dollar eines normalen Gewehres), weil nur einer von 1000 gefertigten Läufen – und zwar der allerbeste – für diese Serie verwendet wird. Im Film dient diese Büchse nicht nur dem Kampf gegen allerlei Gesindel, sondern sie ist auch „ritterliches Werkzeug” im friedlichen Wettschießen. Winchester 73 weiterlesen

Geächtet

Illustrierte Filmbühne Nr 1046 (E. S.) – Ein Wildwest-Film ohne besondere Tiefenwirkung ist der Streifen Geächtet aus dem Jahr 1943. Er kommt im März 1951 in die deutschen Kinos. Begleitet wird sein deutscher Start von zahlreichen Berichten in den einschlägigen Illustrierten und auch in der Tagespresse. Das hat seinen Grund im Auftritt von Jane Russell, die meist als „Busenwunder” apostrophiert wird, sowie den vielfältigen Hintergründen der Filmentstehung.

GeächtetIn Frankfurt wird der Film erstmals im April 1951 im Eden gezeigt. Als ich den Kino wenig später im Wall-Kino in Sachsenhausen anschaue, ist von all dem wenig zu spüren. Es ist ein Western der noch nicht einmal das Niveau der üblichen Sorte erreicht, und in dem Revolverheld Doc Holliday (Walter Huston) und Sheriff Pat Garret  (Thomas Mitchell) in erster Linie um ein Pferd streiten, während sich der junge Billy the Kid (Jack Beutel) in das Mädchen Rio (Jane Russell) verlieben darf, die im Film eigentlich nur eine Nebenrolle spielt. Die beiden heiraten sogar und fliehen über die Grenze, während Doc Holliday von Pat Garrett niedergestreckt wird. Das wirkt nicht nur alles recht harmlos, sondern ist auch ziemlich unbedarft auf die Leinwand gebracht. Der zu dieser Zeit acht Jahre alte Film hat jedoch 1943 nach seiner Premiere in San Francisco heftige Kontroversen ausgelöst. Einerseits stehen brutale Gewalt und auch sexuelle Andeutungen im Mittelpunkt, andererseits werden die legendenumwobenen „Westernhelden” durchaus mit ironischen Untertönen durch den berühmten Kakao gezogen. Geächtet weiterlesen

Der gebrochene Pfeil

Das neue Filmprogramm (E. S.) Eine echte Überraschung wird den Kinobesuchern Ende September 1951 im Frankfurter Filmpalast geboten, als der Film Der gebrochene Pfeil anläuft. Erstmals wird in diesem amerikanischen Western ein realistischeres Bild der Indianer gezeigt als das bis dahin der Fall ist. 

Der-gebrochene-PfeilRegisseur Delmer Daves präsentiert uns mit viel anerkennenswertem Ernst und gebührender Fairness den berechtigen Kampf der Apachen in Arizona gegen die unaufhaltsam vordringenden weißen Eroberer. Immerhin sind zu dieser Zeit (1870) schon vier Fünftel des nordamerikanischen Territoriums den Indianern abgejagt worden, doch in Arizona leisten die Apachen-Stämme unter ihrem Häuptling Cochise (Jeff Chandler) noch heftigen Widerstand. Gegen die aufmüpfigen „Rothäute“ wie die Ureinwohner stets rassistisch abqualifiziert werden, soll deshalb eine militärische Expedition eingesetzt werden, letztendlich mit dem Ziel, die Indianer auszurotten. Doch auf beiden Seiten gibt es Männer, die den absehbaren, blutigen Krieg vermeiden wollen. Dazu gehören der Regierungsbeauftragte General Howard (Basil Ruysdael) sowie der Trapper Tom Jeffords (James Stewart). Jeffords, der die Sitten der Apachen aus eigener Anschauung kennt, hat er doch zeitweise bei ihnen gelebt und ist mit der Indianerin Sonseeahray (Debra Paget) verheiratet, gelingt es schließlich, sowohl Cochise als auch Howard zu Verhandlungen zu bewegen. Obwohl es immer wieder blutige Zwischenfällen gibt, bei denen auch Jeffords indianische Frau stirbt, wird der Friede schließlich erreicht. Der gebrochene Pfeil weiterlesen

Jesse James – Mann ohne Gesetz

Illustrierte Filmbühne Nr. 960 (E. S.) – Wer war Jesse James? Ein Kämpfer gegen das Unrecht oder nur ein gewöhnlicher Bandit?  Darüber streiten sich die Historiker längst nicht mehr, obwohl die filmische Aufarbeitung seines Lebens noch 1950 bei vielen Jugendlichen Kinobesuchern zur allgemeinen Verwirrung beiträgt – wie das so ist mit Biografien, die sich nicht immer an der historischen Wahrheit orientieren. Auch der Film Jesse James, Mann ohne Gesetz dient nicht der Auf-, sondern der Verklärung des lange volkstümlichen, aber auch skrupellosen Verbrechers.

Jesse-JamesDavon weiß ich noch nichts, als ich den Streifen im Januar 1951 in den Scala-Lichtspielen sehe. Jedenfalls glorifiziert der vom amerikanischen Filmverleih 20th Century Fox verbreitete kleine Werbetext – auch im wesentlichen abgedruckt in der „Illustrierten Filmbühne“ Nr. 960 – Jesse James als einen großartigen Gutmenschen: „Jesse James, ein junger Farmer, tapfer, treu und tollkühn, ein Mensch, der nicht begreifen kann, dass Unrecht im Namen des Gesetzes begangen wird, der sich widersetzt und nie die Sehnsucht nach dem Frieden verliert.“ Eine solche heroische Beschreibung ist nicht nur für die noch unbedarften Kinogänger einleuchtend, sondern verkauft sich als „Legende“ auch in den Medien viel besser. Dass das für das Geschäft förderlich ist, versteht sich am Rande.  Die Wahrheit ist jedoch oft viel prosaischer, auch wenn sie vielen von den jungen Kinobesuchern erst später klar wird. Viele Quellen belegen die Entwicklung vom aufmüpfigen, jungen Mann zum Banditen. Und beim Vergleich wird deutlich, dass sich Produzent und Regisseur nicht lange mit der historischen Wahrheit aufgehalten haben. Jesse James – Mann ohne Gesetz weiterlesen

Die Höllenfahrt nach Santa Fé

Illustrierte Filmbühne Nr. 915 (E. S.) – Es ist zwischen 1945 und 1950 eine Eigentümlichkeit der Kino-Szene, dass ausländische Produktionen oft erst mit einer gewissen Verspätung  in den deutschen Verleih kommen. Gerade deshalb sind manche große Stars in ihren Erstlingserfolgen erst zu sehen, nachdem schon andere ihrer Filme gezeigt worden sind. Ein Beispiel dafür ist Höllenfahrt nach Santa Fé (mit John Wayne). Obwohl schon 1939 gedreht, kommt der Streifen – bedingt auch durch die Kriegsereignisse und die Filmpolitik der Nazis – erst Ende 1950 nach Deutschland.

HöllenfahrtZu dieser Zeit sind von John Wayne schon das „Haus der sieben Sünden”, „Die Freibeuterin”, „Die Hölle von Oklahoma” und einige alte B-Western der Republic (wie etwa „Der schwarze Reiter”) zu sehen gewesen, aber seine ganz großen Erfolge werden erst später noch kommen. Nun allerdings sehen wir im Oktober 1950 mit elfjähriger Verspätung erst einmal die Höllenfahrt nach Santa Fé nach einer Erzählung von Ernest Haycox, deren Originaltitel allerdings „Stage to Lordsburg”) heisst. Der deutsche Filmtitel wird später durch den schlichten amerikanischen Originaltitel Stagecoach (Postkutsche) ersetzt. Auch der Name Ringo nach dem Namen des Haupthelden wird gelegentlich verwendet. Für das Publikum und für uns junge Filmfreaks ist es zunächst nur ein Western ohne große Bedeutung. John Wayne ist hierzulande (noch) keine große Nummer. Und für amerikanische Postkutschen interessiert sich der deutsche Mensch in diesen Tagen nicht sonderlich, er beschäftigt sich vielmehr gedanklich mit seiner eigenen „Kutsche”. Denn just einen Tag nach der Erstaufführung des Films gibt das VW-Werk in Wolfsburg eine Preisreduzierung für die schon berühmt gewordenen „Käfer” bekannt.

Demnach sinkt der Preis für das Standardmodell von 4800 auf 4400 Deutsche Mark, das Exportmodell wird statt für 5450 nun für 300 Mark weniger angeboten. Das ist für den autobesessenen Bundesbürger ein wahrhaft spannenderes Thema als ein Wildwest-Streifen.

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Buffalo Bill – der weiße Indianer

Illustrierte Filmbühne 892 (E. S.) – Klappern gehört bekanntlich zum Handwerk. Als am 29. Dezember des Jahres 1950 die deutsche Uraufführung des Farbfilms Buffalo Bill, der weiße Indianer im Frankfurter Kino Luxor ansteht, haben sich Theaterbesitzer Wollenberg und die Verleihfirma 20th Century Fox wieder einmal etwas Besonderes einfallen lassen. Sie präsentieren Saorevo, den angeblich einzigen noch lebenden indianischen Gefährten des legendären weißen Büffeljägers.

Buffalo BillDer 70-Jährige lebt im Westerwald, sein Vater soll Häuptling gewesen sein, sein Großvater sogar „Medizinmann“. Ob das alles stimmt, sei dahingestellt, jedenfalls tritt der Mann in farbenfrohem Federschmuck in mehreren Vorstellungen vor das Publikum und erzählt abenteuerliche Geschichten nicht nur über Buffalo Bill selbst, sondern auch über die vielen Kriege des Weißen Mannes gegen die Indianer bei der Erschließung des Wilden Westens. Er macht das gekonnt und die Auftritte  sind so erfolgreich, dass sich die nahe gelegenen Bars Tabu und Royal sogleich veranlasst sehen, sich der weiteren Dienste des alten Mannes zu versichern. Wollenberg – in Frankfurt für spektakuläre Werbeaktionen bekannt und fast berühmt – geizt in den Zeitungsinseraten außerdem nicht mit zugkräftigen Schlagwörtern.

Als der Film am 5. Januar dann im Luxor am Hauptbahnhof in die zweite Woche geht, ist von „atemberaubender Spannung“ die Rede und von einer „grandiosen Inszenierung, die „alles andere weit in den Schatten“ stellt. Doch es braucht eigentlich solcher Übertreibungen nicht. Denn tatsächlich ist die zwiespältige Lebensgeschichte des Trappers, Postreiters, Kutschenfahrers, Kundschafters, Siedlers und späteren Show-Unternehmers William F. Cody (1846-1917) in dem Technicolor-Film höchst beeindruckend erzählt. Buffalo Bill – der weiße Indianer weiterlesen