Flammendes Tal

Illustrierte Filmbühne Nr. 1099 (E. S.) – In den Scala-Lichtspielen in der Frankfurter Innenstadt läuft im Sommer 1951 der Western „Flammendes Tal“ an – keine außergewöhnlich erwähnenswerte Sache, denn in diesem Technicolor-Streifen der Paramount werden die Zutaten der Wildwest-Geschichte nur auf die übliche Weise zusammengebraut, ohne jedoch nachhaltigen Eindruck zu hinterlassen.

Es sind ehemalige Soldaten des amerikanischen Bürgerkriegs, die nach Ende der Kampfhandlungen als Farmer arbeiten. Als auf ihrem Grundstück Kupfer gefunden wird, werden sie von kriminellen Geschäftsleuten aus der Stadt und dem windige Sheriff Lane Travis (McDonald Carey) auf übelste Art und Weise über den Tisch gezogen. Erst als der Revolverheld und Kunstschütze Johnny Carter (Ray Milland) den gebeutelten Schürfern auf die Sprünge hilft und sie sich mit seiner Hilfe zur Wehr setzen, müssen die Lumpen klein beigeben. Vorher freilich kommt es im Tal zu einer wilder Reiterschlacht unter den verfeindeten Gruppen, und danach versteht es sich von selbst, dass nicht nur die Guten gewinnen, sondern der auf der „richtigen” Seite kämpfende Carter und das schwarzhaarig-gelockte Tanzmädchen Lisa (Hedy Lamarr) – ihr Herz hatte zuvor noch einem der üblen Gesellen gehört –, sich selig den Armen liegen.

Alles gut also – sogar die Kupferschürfer können sich nach gewonnener Schlacht in der Gegend sesshaft machen und in eine hoffnungsvolle Zukunft blicken.

Daten zum Film

Flammendes Tal (Illustrierte Filmbühne Nr. 1099) heisst im Original Copper Canyon und ist ein von John Farrow gedrehter Western der Paramount aus dem Jahr 1950. Produziert von Mel Epstein in einer Länge von 84 Minuten spielen Ray Milland (als Johnny Carter) und Hedy Lamarr (als Lisa Roselle) die Hauptrollen. Weitere Mitwirkende sind Macdonald Carey (als Lane Travis), Mona Freeman (als Caroline Desmond), Harry Carey jr. (als Lt. Ord), Frank Faylen (als Mullins) und Ian Wolfe (als Mr. Henderson)., Das Drehbuch ist geschrieben von Jonathan Latimer, Kameramann ist Charles Lang jr., die Musik stammt von Daniele Amfitheatrof. – US-Start am 15. November 1950 in New York City (jedoch bereits im September und Oktober 1950 in Australien und Schweden angelaufen), deutsche Erstaufführung am 17. August 1951; in Frankfurt gestartet am 24. August in den Scala-Lichtspielen.